„Auf unserem Weg zum Sieg mussten wir durch ein wahres Wechselbad der Gefühle. Wir waren schon am Rande einer Niederlage“, erklärt Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier. „Amberg hatte wesentlichen Verdienst daran, dass wir heute eine lebendige und wirklich erstklassige Bundeligabegegnung erlebt haben“.
Die Begegnung startete mit einem Paukenschlag. Im Schwabsberger Startpaar tat sich Alexander Stephan (543), ansonsten ein Punktegarant, schwer. Sein Gegenspieler Jürgen Zeitler schraubte mit der Weltklasseleistung (667) den Schwabsberger Bahnrekord nach oben. Wäre da nicht Fabian Seitz gewesen: Der U-23-Nationalspieler spielte in bestechender Form und hielt seinen früheren Münchner Mannschaftskameraden Rainer Sattich mit 633:566 nieder.
Auch die Mittelpaarung erwies sich voller Überraschungen: Sven Frenzel fiel mit Ambergs Tschechen Jiri Vicha (601) eine undankbare Aufgabe zu. Erst auf der Schlussbahn bog der Schwabsberger nervenstark das Spiel mit insgesamt 606 Kegeln noch um. Ausgeglichen war auch das Duell zwischen Timo Hehl (589) und Martin Herold (594). Lange sah Hehl wie der Sieger aus, verlor dann aber.
Schwabsberg brauchte nun ein kleines Wunder. Und es folgte ein starker Auftritt des Schlusspaares mit Denis Annasensl und Olaf Koberwitz. Im dritten Satz brachen schließlich alle Dämme, die Gäste ergaben sich in ihr Schicksal. Mannschaftskapitän Koberwitz (596) bot eine starke Leistung gegen Andreas Schwaiger (568). Herausragend spielte U-23-Nationalspieler Annasensl. Von einem Satzverlust an Patrick Krieger (548) blieb er unbeeindruckt und konterte mit einer Weltklasseleistung (651).




